So gibst du deine Börsenorder auf


Investminder begleitet dich, dein Broker führt aus

Du hast deine Anlagestrategie auf Investminder festgelegt, dein Erspartes strukturiert und weißt, welche Werte du kaufen willst. Sehr gut. Ein Schritt fehlt noch: die Order tatsächlich an der Börse aufgeben.

Keine Sorge, dieser Leitfaden nimmt dem Ganzen den Schrecken und sorgt dafür, dass du deine Strategie eigenständig und korrekt umsetzt. Investminder unterstützt dich beim Abwägen und bei der Überwachung deines Portfolios; ausgeführt wird die Order aber von deinem Broker (Online-Broker) oder deiner Bank.


Was ist eine Börsenorder?

Eine Börsenorder ist schlicht eine Anweisung an deinen Finanzdienstleister, einen Wert (Aktie, ETF, Anleihe …) an einem Markt zu kaufen oder zu verkaufen.

Jede Order besteht aus vier Bausteinen:

  • Der Wert: Welches Papier willst du kaufen oder verkaufen? Du gibst den genauen Namen an, das Tickersymbol (etwa „AAPL“ für Apple) oder die ISIN, die internationale Kennnummer.
  • Die Richtung: Kauf oder Verkauf?
  • Die Stückzahl: Wie viele Einheiten willst du erwerben? Zum Beispiel 10 Apple-Aktien – oder einen Gesamtbetrag, wenn dein Broker Bruchstücke anbietet.

Die Orderart: Wie soll die Order ausgeführt werden? Genau darum geht es jetzt.


Die wichtigsten Orderarten

Handelsplattformen bieten zahlreiche Orderarten an, aber keine Sorge: Für den Anfang und weit darüber hinaus reichen zwei davon in den allermeisten Fällen aus.

Market-Order (billigst beim Kauf, bestens beim Verkauf)

  • Definition: Wird sofort zum besten gerade verfügbaren Kurs ausgeführt.
  • Vor- und Nachteile: Die Ausführung ist schnell und so gut wie sicher, den genauen Preis kontrollierst du aber nicht – gerade bei volatilen Märkten oder markteng gehandelten Werten.
  • Empfehlung von Investminder:
  • Beim Kauf: Bei marktengen Werten oder außerhalb der umsatzstarken Zeiten besser meiden. Für sehr liquide ETFs, etwa einen World-ETF, oder für kleine Beträge ist sie dagegen gut geeignet.
  • Beim Verkauf: Ideal, um schnell aus einer Position zu kommen, etwa wenn Investminder eine dringende Umschichtung oder einen ausgelösten Stop-Loss meldet.

Limit-Order

  • Definition: Du legst einen Höchstpreis für den Kauf oder einen Mindestpreis für den Verkauf fest. Die Order wird nur ausgeführt, wenn der Markt diesen Kurs oder einen besseren erreicht. Beispiel: Du setzt ein Kauflimit von 150 € auf eine Apple-Aktie, die bei 152 € notiert – ausgeführt wird erst, wenn der Kurs auf 150 € oder darunter fällt.
  • Vor- und Nachteile: Du behältst die Kontrolle über den Preis, riskierst aber, dass die Order nie ausgeführt wird, falls der Markt dein Limit nicht erreicht.
  • Empfehlung von Investminder: Nimm sie für den Großteil deiner geplanten Käufe und für Verkäufe, mit denen du Gewinne mitnehmen willst. Das ist der sicherste Weg, dein Budget im Griff zu behalten.

Stop-Order (Stop-Loss)

  • Diese Order wird automatisch ausgelöst, sobald der Kurs eine bestimmte Schwelle erreicht. Sie dient meist als Absicherung gegen größere Rückschläge.
  • Empfehlung von Investminder: Wenn deine Strategie auf Investminder eine Stop-Loss-Regel enthält, bekommst du eine Benachrichtigung, sobald sie greift. Dann gibst du selbst eine Verkaufsorder zum Marktpreis auf, gegebenenfalls auch eine Limit-Order, um die Position aufzulösen.

Weitere Orderarten

Broker bieten daneben weitere Varianten an (Stop-Limit, Iceberg, Trailing Stop …), das sind aber Werkzeuge für Fortgeschrittene. Ob Einsteiger, Fortgeschrittener oder erfahrener Anleger: Market- und Limit-Order decken die allermeisten Situationen ab.


Der Ablauf Schritt für Schritt

Eine Order aufzugeben folgt überall derselben Logik, egal ob Online-Broker oder Bank:

  1. Melde dich an im Kundenbereich deines Brokers oder deiner Bank.
  2. Such den Wert, den du kaufen oder verkaufen willst – über Ticker, vollständigen Namen oder ISIN. Zum Beispiel „AAPL“, „Apple Inc.“ oder „US0378331005“.
  3. Wähl die Orderart (meist Market oder Limit) und die Richtung (Kauf oder Verkauf).
  4. Gib die Parameter an:
  5. Die Stückzahl (Anzahl der Aktien oder Anlagebetrag).
  6. Das Limit, falls du eine Limit-Order gewählt hast.
  7. Die Gültigkeit: Tag, Monat, Quartal oder „gültig bis auf Widerruf“ – dann bleibt die Order aktiv, bis du sie löschst.
  8. Prüf die Zusammenfassung, bevor du bestätigst: Wert, Stückzahl, Kurs, Gebühren.
  9. Bestätige die Order.

Verfolge die Ausführung: Je nach Plattform siehst du den Status „offen“, „teilausgeführt“, „ausgeführt“ oder „verfallen“.


Tipps und typische Fehler

Behalte die Kosten im Blick

  • Prüf vor dem Bestätigen die Ordergebühren und die Kosten für den Währungsumtausch. Sie knabbern an deiner Rendite, bei kleinen Beträgen besonders spürbar.
  • Rechnet dein Broker pro Transaktion ab, fass deine Käufe lieber zusammen, statt viele kleine Orders aufzugeben.
  • Manche Broker bieten „Alles oder nichts“-Orders an, die Teilausführungen und damit mehrfache Gebühren verhindern.

Achte auf die Liquidität

  • Nutze niemals eine Market-Order bei einem markteng gehandelten Wert.
  • Ein großer Abstand zwischen Geld- und Briefkurs, der sogenannte Spread, ist ein Zeichen für geringe Liquidität. Du zahlst sonst unnötig zu viel oder verkaufst zu billig.

Handle zu den Haupthandelszeiten

  • Gib deine Orders während der Haupthandelszeit auf: auf Xetra und an der Frankfurter Börse von 9:00 bis 17:30 Uhr, an der New York Stock Exchange von 9:30 bis 16:00 Uhr Ortszeit.
  • Gibst du eine Market-Order bei geschlossener Börse auf, wird sie zur nächsten Eröffnung ausgeführt – zu einem Kurs, der sich zwischenzeitlich verändert haben kann.

Vermeide die Klassiker

  • Falscher Wert (Ticker): das falsche Papier kaufen, weil zwei Kürzel sich ähneln. Immer zweimal prüfen. Beim Verkauf passiert das seltener, weil du den Wert meist direkt aus deinem Portfolio auswählst.
  • Orderarten verwechseln: Limit-Order und Stop-Order sind nicht dasselbe, und die Folgen sind es auch nicht.
  • Vergessene Orders: Läuft eine Limit-Order ins Leere, behalt sie im Auge und ändere oder streiche sie bei Bedarf. Sonst bleibt sie bis zum Verfall oder bis zur Löschung aktiv.

Prüf, welche Kurse du siehst

  • Manche Broker und Banken zeigen verzögerte Kurse an, je nach Börsenplatz 15 bis 25 Minuten.
  • Dann ist der angezeigte Kurs nicht der, zu dem deine Market-Order tatsächlich ausgeführt wird.

Als Anleger selbstständig werden

Orders sicher aufzugeben ist ein kleiner technischer Schritt und zugleich ein großer in Richtung finanzieller Eigenständigkeit. Zu verstehen, was du tust, ist entscheidend: Ein guter Anleger bleibt Herr seiner Entscheidungen und trägt die Verantwortung für sein Geld. Geht es verloren, trifft es ihn unmittelbar.

Investminder hilft dir beim Aufbau und bei der Überwachung deiner Strategie, die Ausführung bleibt bei dir. Diese Eigenständigkeit ist ein Vorteil: Sie hält dich an deinen Zielen und lässt dich bewusst handeln.

Für eine ausführlichere Anleitung mit Screenshots und bebilderten Schritten wirf einen Blick in die Dokumentation deines Brokers oder deiner Bank. Und vor allem: Trau dich. Jeder Anleger hat einmal mit seiner ersten Order angefangen.

Viel Erfolg beim Investieren!

Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investminder ist ein Werkzeug zur Strukturierung und Überwachung deines Vermögens; wir verwahren kein Geld und geben keine Orders für dich auf.

Von der Theorie in die Praxis

Analysiere deine Aktien und ETFs, backteste deine Strategien und behalte dein Portfolio mit Investminder im Blick.

Investminder kostenlos testen